Der Back-in-Stock Flow benachrichtigt Wartende automatisch, sobald ein Produkt wieder verfügbar ist. Wichtig sind eine Bestandsschwelle, ein Empfängerlimit je Auslösung und Stammkunden zuerst; ein Rabatt gehört nicht hinein.
Ausverkaufte Produkte sind die teuerste Form von Nachfrage: Der Kunde wollte kaufen, konnte aber nicht. Ein Back-in-Stock Flow fängt diese Nachfrage ein und verschickt automatisch eine Nachricht, sobald das Produkt wieder verfügbar ist. In Shops mit limitierten Drops oder häufigen Nachbestellungen gehört er zu den Automationen mit der höchsten Conversion-Rate.
Voraussetzungen
Klaviyo braucht Bestandsdaten aus dem Shop. Bei Shopify liefert die Integration den Lagerbestand je Variante automatisch; bei anderen Systemen muss der Katalog-Feed die Verfügbarkeit enthalten. Auf der Produktseite ersetzt ein Klaviyo-Formular oder ein eigenes Element den Kaufen-Button, sobald die Variante ausverkauft ist. Das Ereignis heißt Subscribed to Back in Stock und enthält Produkt und Variante.
Der Flow
Der Trigger ist nicht das Formular, sondern das Ereignis „Back in Stock“, das Klaviyo auslöst, wenn der Bestand wieder über einer Schwelle liegt. Empfehlungen für die Einstellungen:
- Bestandsschwelle: Nicht bei einem Stück benachrichtigen, sondern erst ab einer Menge, die die erwartete Nachfrage deckt. Sonst ist das Produkt nach den ersten Klicks wieder weg und die übrigen Empfänger sind verärgert.
- Empfängerlimit: Wenn nur 50 Stück nachkommen, sollten nicht 2.000 Wartende benachrichtigt werden. Klaviyo erlaubt eine Begrenzung je Auslösung.
- Wiederholung: Ein Profil höchstens einmal je Produkt und Verfügbarkeitsereignis benachrichtigen.
| Timing | Inhalt | |
|---|---|---|
| 1 | sofort | „Wieder da“, Produkt und Variante, direkter Link in den Warenkorb |
| 2 | nach 24 Stunden, nur wenn Bestand noch vorhanden | Erinnerung mit Hinweis auf begrenzte Menge |
Priorisierung: Stammkunden zuerst
Bei knappen Beständen lohnt es sich, den Flow in zwei Wellen zu schicken: zuerst an Kunden mit Bestellhistorie oder Loyalty-Status, wenige Stunden später an alle anderen. Das setzt voraus, dass Kaufhistorie und Segmente sauber gepflegt sind, wie in Klaviyo Segmentierung beschrieben.
Inhalte, die konvertieren
Die Mail ist kurz. Das Produkt, der Preis, ein Button. Kein Rabatt: Wer sich für eine Benachrichtigung eingetragen hat, will das Produkt zum regulären Preis. Ein Hinweis auf die begrenzte Menge ist legitim, wenn er stimmt. Ergänzend kann ein Block mit passendem Zubehör den Bestellwert erhöhen.
Back-in-Stock als Nachfragesignal
Die Anmeldungen zeigen dir vor der Nachbestellung, welche Varianten wirklich gefragt sind. Ein Report über Anmeldungen je Variante ist für Einkauf und Produktion oft wertvoller als der Flow selbst. Bei Drops und Sales hilft dieselbe Logik bei der Planung, wie im Beitrag Sale-Aktionen effizienter gestalten beschrieben.
Kennzahlen
- Conversion-Rate je Benachrichtigung (bei knappen Produkten oft die höchste im ganzen Account)
- Anteil der Anmeldungen, die innerhalb von 30 Tagen zum Kauf führen
- Anmeldungen je Variante als Einkaufssignal
- Beschwerden über „schon wieder ausverkauft“; steigen sie, ist die Bestandsschwelle zu niedrig
FAQ
Funktioniert Back-in-Stock ohne Shopify?
Ja, sofern der Katalog-Feed Bestand und Verfügbarkeit je Variante liefert und das Formular das Ereignis mit Produkt-ID auslöst. Bei Custom-Integrationen gelten die Regeln aus dem Beitrag Klaviyo ohne Standard-Shopsystem.
Sollten wir auch SMS oder Push nutzen?
Bei stark nachgefragten Drops ja, weil die Geschwindigkeit entscheidet. In Deutschland braucht SMS einen eigenen Opt-in, siehe Klaviyo SMS in Deutschland.
Was passiert, wenn das Produkt dauerhaft nicht mehr kommt?
Nach einer festgelegten Frist eine Mail mit der Alternative schicken und die Anmeldung schließen. Wartende ohne Nachricht zu lassen kostet Vertrauen.
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