Consulting Case Study

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Wie wir durch Zustellbarkeitsoptimierung, Welcome Offer Testing und Sale-Systematik den CRM-Umsatz einer Brand um +82% steigern konnten.

Vorher & Nachher: September – Februar vs. März – August

September – Februar (inklusive BFCM) vs. März – August (inklusive Summersale)

Conversion Summary Sept–Feb: €1.299.845,75
Conversion Summary Mar–Aug: €2.378.218,05 (+82%)
Conversion Summary Mar 2025: €3.608.757,73 (+53%)

Hintergrund

Vor paar Jahren haben wir mit dieser Brand schon mal Full-Service gearbeitet und alle wichtigen Flows aufgebaut und Kampagnen verschickt.

  • Welcome Flow
  • Abandoned Cart
  • Customer Winback
  • Browse Abandoned
  • Customer Thank You
  • Sunset
  • Post Purchase – Produktbezogen/Themenbezogen mit diversen Crosssells
  • Recharge Flows (Abo Push, Abo Cancel etc.)
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Man kann also sagen, wir haben hier ein sehr sauberes und performantes Setup hinterlassen und fast 2 Jahre lang wurde der Account intern gemanaged und die Performance war weiterhin sehr stabil. Dann habe ich mit dem Founder gesprochen und wir haben uns über das massive Wachstum der Brand ausgetauscht und ich meinte ich könnte ja mal in den Account schauen, was ich verbessern würde. Paar Tage später haben wir direkt angefangen wieder miteinander zu arbeiten.

Audit

Dadurch, dass die Brand massiv gewachsen ist, ergeben sich natürlich Potentiale im A/B Testing, die es vorher nicht gab, einfach nur weil die Sample Sizes zu klein waren. Und plötzlich ergibt es Sinn Dinge zu tun, die bei kleineren Brands noch nicht wirklich zu massivem Impact führen…

Was hatte ich mir angeschaut?

  • Zustellbarkeit, runtergebrochen auf einzelne E-Mail Provider und Seedlist Testing
  • Welcome Offer Struktur, den AOV und den Deckungsbeitrag der daraus resultiert
  • Customer Journey im Allgemeinen und das Verhalten der User nach dem 1. Kauf
  • Was wird zusammen gekauft? Was wird nacheinander gekauft?
  • In welchem Zeitabstand kaufen Käufer?
  • Was verbindet Käufer, die dann zu Abonnenten werden?
  • Wie müssten wir Education betreiben, damit Kunden auch unsere anderen Produkte ausprobieren?
  • Kampagnenstruktur bei Sales

1. Zustellbarkeit & E-Mail Provider Analyse

Wir haben Segmente gebaut, die auf Basis der einzelnen Engagement Gruppierungen und E-Mail Provider, aufzeigen, ob wir irgendwo unterperformant sind.

E-Mail Provider Segment Analyse

Web.de als Beispiel hat nur 23% Öffnungsrate, während Yahoo bei 36% liegt → mögliches Spam Filtering. Sobald das letzte Engagement mit der Brand länger als 30 Tage her ist, sind inkrementelle Opens quasi nicht vorhanden.

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Nächster Step: Inboxmonster einführen und Seedlist Testing beginnen, um den Problemen weiter nachzugehen. Davor hatten wir schon den Account auf eine dedicated IP migriert, damit wir t-online User überhaupt erreichen können.

Allein dies hat dazu geführt, dass wir insgesamt 35k mehr Nutzer anschreiben können und beim letzten kleinen Sale hat dies zu einem Umsatz von fast 8.000€ auf dieser Cohorte geführt.

30d CLV Uplift auf der t-online Cohorte

Das hier ist der 30d CLV Uplift auf der t-online Cohorte. Man erkennt eindeutig, dass das Freiblocken die gewünschte Wirkung zeigt und unser CRM Marketing dazu führt, dass User schneller, mehr Geld bei der Brand ausgeben. Der Bestandskundenumsatz der t-online Cohorte war im August 24 mit knapp 70.540€ auf einem All-time-high und knapp 25% besser als jeder Monat zuvor.

t-online Bestandskundenumsatz

Aktueller Stand ist, dass wir die weekly Kampagnen auf einer Engaged <30d Audience bespielen und die t-online Kunden sogar auf einer 180d Engaged, weil die Open und Click Rates relativ stabil sind.

Engagement Filtering Strategie

Es ist auf jeden Fall immer noch gut Potential vorhanden, das sehen wir anhand der Inboxmonster Tests, dass wir v.a. nach Kampagnen E-Mails immer noch teilweise im Spam landen.

Inboxmonster Seedlist Test – 92% Inboxing

(Grün bedeutet Inbox, Gelb Spam und Rot Bounce – 92% Inboxing ist gut, aber da geht noch mehr 🙂)

2. Welcome Offer Struktur & AOV Optimierung

Wir testen hier verschiedene Welcome Offers um den AOV hochzutreiben und den Deckungsbeitrag zu maximieren: 10% vs. eine Rabattstaffelung auf %-Basis vs. eine Rabattstaffelung auf €-Basis.

Welcome Offer A/B Test Ergebnisse

Das Offer mit der %-ualen Rabattstaffelung führt im Testzeitraum von rund 28 Tagen zu einem Deckungsbeitrag von 90k€, während Offer 1: 72k€ und Offer 2: 83k€ generieren.

Insgesamt haben wir hier also pro Jahr ein DB1 Potential von fast 250k€ im Vergleich zur Benchmark generiert.

Ähnliche Ergebnisse konnten wir aber auch schon in Tests mit Free Products erzielen:

Free Product Test Ergebnisse

Oder sogar der Kombination aus Staffelung und Free Product. Man muss sich da rantesten und das Wichtigste ist es, die Fähigkeit zu besitzen den Test richtig zu modellieren und die richtigen Hypothesen aufzustellen und dann sauber runterzurechnen.

3. Customer Journey & Post Purchase

Hier ist es wichtig zu verstehen, was einen Standard Post Purchase Flow und einen More Conversions Post Purchase Flow unterscheidet.

Standard FlowMore Conversions Flow
ProduktsplitsKeine vorhandenKäufer werden zu Gruppen auf Basis der Produkte im Erstkauf zusammengefasst und erhalten eine komplett individuelle Customer Experience
KomplexitätDurch zu viele A/B Tests ohne statistische Signifikanz entsteht ChaosDurch Elemente innerhalb der E-Mails, Web-Feeds mit Anwendungsempfehlungen etc. wird Komplexität in den Flows reduziert
FrameworkKein klares Framework, keine klaren Ziele1. Onboarding, 2. Upsell/Crosssell auf Basis historischer Daten, 3. Refill/Winback
ZielMaximaler Umsatz durch RabatteMaximaler CLV Uplift auf 30/60/90 Tage durch bestmögliche Customer Experience

Um einen Überblick zu erhalten bauen wir ein Figma File auf, wo wir alle Flows auf einen Blick haben und sehen können welche E-Mails Kunden wann erhalten.

Figma Flow Übersicht 1
Figma Flow Übersicht 2

4. Kampagnenstruktur bei Sales

Wie viel Impact kann Kampagnenstruktur denn haben? Stellen wir uns mal ein Mengendiagramm vor:

Mengendiagramm – Kontakte und E-Mail Reichweite

Der äußere Kreis stellt die Menge aller unserer Kontakte in Klaviyo dar. Die kleineren Kreise sind jeweils Mails die wir im Rahmen eines Sales verschicken.

Unser Ziel ist, wenn möglich alle User mindestens einmal zu erreichen. Durch verschiedene Timings, Offers etc. erhöhen wir mit jeder Mail die Menge an Usern und damit dann natürlich auch den Umsatz.

Sale Struktur – Presale/Sale Format

Wir arbeiten sehr gerne in einem Presale/Sale Format, bei dem sich Nutzer für den Presale explizit anmelden müssen. Die genauen Mechaniken hinter jeder E-Mail, dem Content, den Landingpages etc. sind von uns schon 100-fach getestet und approved, weil wir das System seit 2020 immer weiter ausgebaut und verfeinert haben.

Presale Anmeldungs-E-Mail
Presale Start E-Mail

Im Endeffekt hat das neue Sales System dazu geführt, dass wir mehr Bestandskundenorders hatten als am Black Friday 2023 und den Umsatz vom letzten Sale um knapp 25% steigern konnten.

Nächste Steps

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Alle brandspezifischen Learnings die wir über Offergestaltung und Sale Systematik generiert haben, werden zum BFCM 2024 umgesetzt. Es ist quasi jetzt schon klar, dass die Brand auf Bestandskundenebene den besten Monat bzgl. Deckungsbeitrag haben wird.

Die Summe vieler kleiner Optimierungen führt zwangsläufig dazu, dass das CRM überproportional wächst und der Brand die nötigen Mittel für weiteres Wachstum zur Verfügung stellt.

Ab dieser Größe ergibt es auch Sinn sich jetzt mit weiteren Kanälen zu beschäftigen (WhatsApp, Postkarten, eigene App, Loyalty, Abo etc.)

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